Ernährung

Patienten mit A1-AT-Mangel müssen ganz besonders auf ihre Ernährung achten, weil mit zunehmender Erkrankungsdauer Untergewicht drohen könnte. Und von einer gesunden Ernährung profitiert auch die Lunge!

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist für A1-AT-Mangel-Patienten besonders wichtig. Denn Über- oder auch Untergewicht wirken sich ungünstig auf den Krankheitsverlauf aus. Zeigt die Waage zu viel an, fällt das Atmen schwerer und das Herz-Kreislauf-System wird stärker belastet. Der Körper benötigt mehr Sauerstoff und die Lunge muss noch mehr leisten. Bei zu niedrigem Gewicht hingegen fehlen oft die erforderlichen Energiereserven, die Abwehrkräfte des Körpers können geschwächt sein und die Anfälligkeit gegenüber Infektionen  kann steigen. 

Body-Mass-Index

Eine gute Orientierung für das Gewicht liefert der sogenannte Body-Mass-Index (BMI), der sich anhand von Körpergewicht und -größe berechnet: 
Körpergewicht (in kg) geteilt durch Körpergröße (in m) zum Quadrat.

Z.B. 74 kg : (1,80 m x 1,80 m) ergibt einen BMI von rund 23. 

BMI berechnen

Ihr BMI:
 

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine Person normalgewichtig, wenn der BMI zwischen 18,5 und 24,9 liegt. Der BMI bietet aber nur einen ersten Anhaltspunkt und ist in seiner Aussagekraft eingeschränkt. Auch ein höherer Wert kann bei manchen Personen noch in Ordnung sein, z.B. bei älteren (etwa ein BMI bis 29 bei über 65-jährigen). Im Zweifel kann das individuelle Idealgewicht mit einem Arzt oder Ernährungsberater ermittelt werden.

Untergewicht vermeiden
A1-AT-Mangel-Patienten neigen – insbesondere mit Fortschreiten der Erkrankung – zu Untergewicht. Bevor es dazu kommt, sollte frühzeitig mit dem behandelnden Arzt oder einem Ernährungsberater gesprochen werden. Ein gutes Mittel, um wieder Gewicht zuzulegen, kann z.B. der zusätzliche Verzehr von Nüssen sein. Liegt das Gewicht im Normbereich, sind beim Essen keine besonderen Einschränkungen nötig und alles was schmeckt und bekommt, kann in Maßen genossen werden. 
Ernährungstipps
Generell ist eine ausgewogene, protein- und vitaminreiche sowie salzarme Ernährung zu empfehlen. Viel frisches Obst und Gemüse liefern notwendige Ballaststoffe und Vitamine. Welcher Mix am besten ist, können A1-AT-Mangel-Patienten zusammen mit ihrem Arzt oder Ernährungsberater herausfinden. Dies gilt ebenso für Nahrungsergänzungsmittel. Bei bewusster, gesunder Ernährung ist der Körper in der Regel gut mit Nährstoffen und Vitaminen versorgt. Eine Ausnahme können z.B. Folsäure und Vitamin D sein. Ob die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll ist, können Patienten ebenfalls mit ihrem Arzt oder Ernährungsberater besprechen. Nicht zuletzt ist daran zu denken, ausreichend zu trinken! Denn viele der bei A1-AT-Mangel eingesetzten, symptomlindernden Medikamente werden inhaliert und lassen den Mund austrocknen.
Sollten neben dem A1-AT-Mangel zusätzlich weitere Erkrankungen auftreten, sind diese bei der Auswahl der Nahrungsmittel mit zu berücksichtigen.