Symptomatische Behandlung

Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die bei A1-AT-Mangel auf die Linderung der Symptome, wie z. B. Husten und Atemnot, abzielen. 

A1-AT-Mangel kann derzeit zwar nicht geheilt werden, aber es gibt verschiedene Behandlungsansätze, die die Lebensqualität der Patienten verbessern können. Bei der symptomatischen Behandlung wird die fortschreitende Zerstörung des Lungengewebes nicht oder nur gering beeinflusst. Stattdessen liegt das Ziel in der Linderung der Symptome, wie etwa Atemnot und Husten. Die Verengung der Atemwege lässt sich in erster Linie mit sogenannten Bronchodilatatoren behandeln. Diese Substanzen werden inhaliert und lassen wieder freier atmen, weil sie die Atemwege entspannen und erweitern. Bei stärkeren und auch entzündlichen Beschwerden kommen Wirkstoffe wie Kortison infrage. Ganz wichtig ist es außerdem, durch Bakterien hervorgerufene Infektionen der Atemwege konsequent mit Antibiotika zu behandeln. 

Sauerstofftherapie
Sind krankheitsbedingt bereits sehr viele Lungenbläschen erschlafft oder überbläht, wird der Körper schließlich nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. In diesem Falle kann Sauerstoff aus einer Gasflasche über einen Schlauch in die Nase zugeführt werden. Die Sauerstofftherapie kann anfangs nur bei Belastung oder über mehrere Stunden am Tag erforderlich sein. Bei fortschreitender Erkrankung kann eine Langzeit-Sauerstofftherapie erfolgen, ebenso wie eine Sauerstoffgabe auch in der Nacht. 
Operative Maßnahmen
Wenn das Emphysem weit fortgeschritten ist, ist eine Lungenvolumenreduktion eine mögliche Therapieoption. Ziel ist es, den bereits geschädigten Teil des Lungenvolumens zu verringern, um die Funktionalität der Lunge zu verbessern. Unter Umständen ist die Volumenreduktion auch ohne die Entfernung von geschädigtem Lungengewebe über das Setzen von kleinen Ventilen in bestimmte Bronchien möglich. Grundsätzlich kann bei sehr weit fortgeschrittenen Lungenfunktionseinschränkungen auch eine Lungentransplantation vorgenommen werden. Hierbei müssen aber das damit verbundene Risiko, das Krankheitsstadium des Patienten und seine Prognose sorgfältig bedacht werden.